Mobi-Video zur Demo am Tag der Wohnungslosen

Am Montag sind wir zusammen mit dem @aks_hannover ab 15Uhr zum Tag der Wohnungslosen am Raschplatz und bleiben bis zum Abend. Ab 16Uhr gibt es zusätzlich eine Demonstration die später wieder am Raschplatz enden wird Wir freuen uns über alle Menschen die dazu kommen denn Verdrängt ist nicht Verschwunden, Raschplatz für alle!

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Demo am Tag der Wohnungslosen

Gemeinsam mit dem @aks_hannover haben wir in den letzten Wochen etwas ausgetüftelt…

263.000 Menschen sind in Deutschland 2022 offiziell wohnungslos. 
Egal ob die Vertreibung aus dem öffentlichen Raum, strukturelle Barrieren auf dem Wohnungsmarkt oder Räumungen von Wohnungen: die Stadt Hannover war hier nie ein Teil der Lösung, sondern schon immer das Problem.

Die Stadtverwaltung veranstaltet zum Tag der Wohnungslosen einen „Markt der Möglichkeiten“ am Rathaus. Wir freuen uns über dieses Angebot! So können Stadtverwaltung und Rat sich schonmal informieren, wo sie Unterschlupf finden wenn wir das Neue Rathaus endlich seiner besten Funktion seit Baubeginn zuführen und es für all die Menschen öffnen, welche die Stadt offenbar am liebsten verschwinden lassen oder tot sehen möchte. 

Ihre Politik der Unmenschlichkeit kotzt uns an, beginnen wir damit Menschen nicht mehr aus ihren Wohnungen zu räumen und enden wir vorerst damit, jedem Menschen eine bedingungslose und menschenwürdige Bleibe zur Verfügung zu stellen. Alles andere ist ein Tropfen auf dem heißen Stein.
Wir werden ab 15 Uhr am Raschplatz sein und zeigen: Verdrängt ist nicht verschwunden. Raschplatz für Alle!

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Raschplatz für Alle – Kein Raum für Verdängung

Der Raschplatz ist ein wichtiger Ort für wohnungslose und suchtkranke Menschen. Er ist zentral gelegen, befindet sich in direkter Nähe zu mehreren Konsum- und Aufenthaltsräumen und bietet viele Möglichkeiten um sich vor dem Wetter zu schützen. Auch viele soziale Hilfsangebote finden inzwischen am Raschplatz statt.

Zu Beginn des Jahres wurde bekannt, dass die Stadt Hannover plant, hier einen Strand aufzuschütten und unliebsame Menschen von hier zu verdrängen und das deutsche Ballermann Publikum hinter den Bahnhof zu locken.

Kritisiert wird das Vorhaben seit der Bekanntgabe der Pläne von sozialen Trägern und Betroffenen. Als die Pläne konkreter wurden, wurde klar, dass es nichtmal um Verdrägung sondern Vertreibung geht die hier stattfinden sollte.

Um die Veranstaltungsfläche webt sich ein Netz aus mindestens sechs Sicherheitsdiensten, welche den Platz Tag und Nacht bewachen, alle gewöhnlichen Aufenthaltsorte sind heute leer. Sobald sich mehr als drei Menschen versammeln, ist in Sekunden einer der Sicherheitsdienste zur Stelle.

Die Asuwrikungen beobachten wir in den Hauseingängen und Tunneln Richtung Oststadt. Hier konsumieren Suchtkranke vermehrt alleine, weitestgehend ungeschützt und abseits der etablierten Angebote am Platz, während auf den Treppen am Raschplatz der Mittelstand die Strandstühle belegt und sich teuren Alkohol einflößt.

Während das Bürgertum seinem Konsum frönt, soll es bloß nicht mit den katastrophalen Auswirkungen des Kapitalismus konfrontiert werden. Diejenigen, die sich Leistungszwang und Verwertungslogik entziehen werden um jeden Preis aus dem öffentlichen Bild ausgeschlossen.

Wir wünschen uns eine Gesellschaft, die Menschen in allen Lebenslagen hilft, die solidarisch zusammenarbeitet um Probleme selbstorganisiert zu bewältigen. Wir wünschen uns die befreite Gesellschaft und den Raschplatz für Alle!

Heraus zum Ersten Mai!

Nachtrag des am 16. April 2023 veröffentlichten Flyer des Bündnis Kämpferischer Erster Mai Hannover, an dem wir uns maßgeblich beteiligt haben.

Wir Arbeiter*innen wissen: Politik und Wirtschaft lassen uns allein, egal ob „lower class“ oder gehobene Mittelschicht. Das bestehende Machtverhältnis zeigt sich in Krisen besonders, besteht aber auch bzw. insbesondere in Zeiten „boomender Wirtschaft“. Der Kapitalismus beutet aus, zerstört den Planeten und die Politik festigt den Status Quo mit Gesetzen und Staatsapparat.

Leider stützen auch Menschen in den DGBGewerkschaften dieses System. Zum Beispiel die Vorsitzende des DGB, die Dividenden von Energiekonzernen in Schutz nimmt. Oder die Gewerkschaft der Polizei, deren Mitglieder mit Polizeigewalt auffallen und die Aufgabe haben, die bestehenden Verhältnisse gegen jede Alternative zu verteidigen.

Aber die Macht der Kapitalist*innen kann gebrochen werden, wie auch die Könige ihre Macht verloren haben. Kapitalismus ist nicht normal und nicht notwendig. Konkurrenzdenken liegt nicht in der Natur der Menschen, sondern wird uns durch die kapitalistische Gesellschaft von Kind an anerzogen. Anzunehmen, dass die aktuellen Verhältnisse die letzte Stufe wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Organisation sind wäre naiv.
Ein großer Umbruch wird irgendwann kommen – nur vermutlich noch nicht jetzt. Dennoch bietet politisches selbstorganisiertes Engagement uns die Möglichkeit schon heute Momente wahrer Solidarität und echter Freiheit zu erfahren. Gemeinsam können wir unseren Alltag und Zukunft stärker steuern und die bestehenden Verhältnisse beeinflussen – zum Vorteil Aller, nicht nur der reichen 1%.

Ver.di, EVG, Fridays for Future und antikapitalistische Gruppen standen in den vergangenen Monaten Seite an Seite auf Streikdemos. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung und kann Arbeitskämpfe zu gesamtgesellschaftlichen Bewegungen machen. Wenn wir inhaltliche Differenzen in Detailfragen nicht zum Hindernis machen und beginnen, weiterzudenken als von Tarifabschluss zu Tarifabschluss, dann können wir uns effektiv für viel weitreichendere Ziele einsetzen, wie z.B. die branchenübergreifende 4-Tage-Woche. Denn weniger
Arbeit ist möglich.


Das wäre bei heutiger Produktivität kein Problem, wenn wir als Gesellschaft nicht für den Profit der Aktionäre arbeiten würden. Die DGB-Gewerkschaften könnten dafür Massen mobilisieren, sind aber zögerlich, und engen uns Gewerkschafter*innen durch Hierarchien und Systemtreue auch ein. Eine wahre Selbstorganisation der Menschen bietet sich parallel zum DGB an.

Wenn wir hierarchiefreie Strukturen von der Basis aus aufbauen, die Belange aller hören und die Diversität verschiedener Protestformen als wertvoll erkennen, dann werden wir als Arbeiter*innenklasse deutlich stärker auftreten können.
Aber auch die Masse allein bewegt noch nichts. Sie muss radikal denken und agieren. Klimastreiks und andere Großdemonstrationen zeigen, dass Protest ohne realen Druck weitgehend unbeantwortet bleiben wird. Denn wenn wir immer nach den Spielregeln von Porsche-Lindner & Co. handeln, dann werden unsere legitimen Forderungen im Keim ersticken.
Wir fordern das politische Streikrecht, und zwar auch für nicht gewerkschaftlich organisierte. Nur so haben wir überhaupt die Chance, legal dafür einzutreten, dass nicht nur der nächste Tarifabschluss, sondern auch das nächste Jahr, das Leben unserer Freunde, Familien und Nachbarn, und das, der folgenden Generationen besser ist, als die heutigen Verhältnisse.

Ansonsten bleibt nur Aufstand als letzte Option, aber legitimes Mittel zum Zweck. Revolte und drohende Revolution bewegte in Deutschland die Politik zur Einführung des 8-Stunden-Tages. In Australien war diese Errungenschaft bereits ein halbes Jahrhundert zuvor von spontan militant streikenden Maurern durchgesetzt worden. Und auch der erste 1. Mai endete in einem Aufstand in Chicago, welcher die Arbeiter*innenbewegung so sehr stärkte, dass die Forderung nach und nach durchgesetzt wurde.
UNGEBROCHEN SOLIDARISCH stehen wir Antikapitalistinnen in der Tradition dieser Kämpfe und der des 1. Mai Seite an Seite mit und für alle Arbeiterinnen.

Solidarität mit allen Streikenden

Nachtrag des Instagram-Beitrags vom 27. März 2023

Heute waren wir zusammen mit Arbeiter:Innen von Ver.di und EVG, sowie den Genoss*innen der FAU auf der Straße. Wir solidarisieren uns mit allen Streikenden. Der Streik ist wahrscheinlich die mächtigste Form des Widerstandes, die uns als Lohnabhängigen und Schüler*innen zur Verfügung steht. Wie in Frankreich zu sehen ist kann eine Streikende Arbeiter:Innenbewegung den Staaten in Bedrängnis bringen und schlussendlich sogar stürzen. Bis wir an diesem Punkt angekommen sind ist es noch ein weiter Weg, aber wir müssen jeden Tag in Richtung Revolution gehen. Unterstützt die @fau_hannover , nehmt an Arbeitskämpfen Teil, organisiert euch in politischen Gruppen und am Arbeitsplatz. Für die soziale Revolution