100 Menschen beim Cornern
Gestern haben sich gut 100 Menschen öffentlichen Raum genommen und bei Getränken und Musik den Tag ausklingen lassen. Die Menschen vor Ort haben ihre Ablehnung des untragbaren Konzeptes sowie ihre Solidarität mit den Verdrängten zum Ausdruck gebracht.
Betroffene mischten sich unter die Menge
Menschen am Raschplatz war es möglich, im Schutz der Gruppe Schikanen für kurze Zeit zu entfliehen. Die meisten von ihnen waren einfach froh, vom Ordnungsdienst in Ruhe gelassen zu werden, andere suchten aber auch aktiv das Gespräch mit den Anwesenden.
Provokation durch den Ordnungsdienst
Leider ging der Ordnungsdienst zu Beginn einen augenscheinlich wohnungslosen Menschen an, weil dieser liegen und nicht sitzen wollte. Nachdem sich spontan eine Gruppe formierte, fassten der Ordnungsdienst die Person immerhin nicht an. Der Mensch konnte sich kurze Zeit später wieder ungestört hinlegen.
(K)ein Rauswurf
Zwischenzeitlich hielten sich kleinere Gruppen auch in dem kommerzialisierten und Einlass-kontrollierten Bereich auf, aus dem sie durch Betreiber nach wenigen Minuten verwiesen wurden. Nachdem sich manche Menschen ein Getränk kauften und andere sich wiederum schlicht nicht wegschicken ließen, passierte: Nichts. [Wenn’s auf die slide passt:] Nach einiger Zeit gesellten sich die Menschen dann wieder zur größeren Gruppe.
Präsenz von Polizei und Sicherheitsdienst
Den gesamten Abend über haben wir eine erhöhte Polizeipräsenz beobachtet. Auch die Schichten des privaten Sicherheitsdienstes wichen von unseren Beobachtungen der letzten Wochen ab.
Von dem Vorfall mit dem Ordnungsdienst abgesehen kam es zu keinem Zeitpunkt zu Provokationen.
Danke an alle die da waren
Wir freuen uns, dass wir gemeinsam und mit Spaß ein subtiles Zeichen setzen konnten. Danke an alle Gruppen und Einzelpersonen, die gestern dabei waren oder den Aufruf geteilt haben.
Wie es weitergeht
Die Test-Phase endet bald, aber die Stadt hat bereits klar gemacht, dass sie am Konzept festhalten will. Dagegen werden wir weiter aktiv sein. Wir hoffen, dass insbesondere alle sozialen Träger ihren Druck aufrecht erhalten, damit die Stadt spürt wie der Wind weht.
Raschplatz für Alle!