Parlamentarismuskritischer Redebeitrag bei bürgerlicher „Brandmauer“-Aktion gegen AfD gehalten,

Heute haben wir uns an einer bürgerlichen und symbolischen Aktion gegen die AfD beteiligt. Wir, sowie andere radikale antifaschistische Gruppen, aber auch viele bürgerliche Initiativen sowie Parteien bzw. -Jugenden, waren eingeladen.

Wir haben die Einladung gerne angenommen, hatten allerdings neben der offensichtlichen Kritik an der AfD auch Kritik an anderen politischen Akteuren auf dem Herzen, die seit jeher außerparlamentarische antifaschistische Arbeit sabotieren oder zumindest nicht unterstützen. Weil uns diese Kritik wichtig war und wir im Gegensatz zu anderen Anwesenden nicht nach einem starken Staat rufen, der uns vermeintlich vorm Faschismus bewahren kann, haben wir unseren Redebeitrag stark parlamentarismus- und parteikritisch gehalten.

Den Wortlaut könnt ihr hier nachlesen.

Die Reaktionen darauf bzw. der Applaus nach dem Beitrag war gefühlt etwas verhaltener als bei manchen anderen Redner*innen – damit haben wir gerechnet. Im Anschluss haben wir noch Debatten mit Anhänger*innen des Parlamentarismus führen dürfen.

Noch zu Beginn der Kundgebung bzw. vor Beginn der Redebeiträge filmte eine bekannte Person aus der „Schwurbler“-Szene die Veranstaltung sowie die aufgebaute symbolische „Brandmauer“ ab, wurde jedoch durch Antifaschist*innen – sowohl aus dem militanteren als auch dem bürgerlichen Spektrum – aus dem Veranstaltungsbereich gedrängt. Die Polizei vor Ort hat nix mitbekommen und „musste“ auch beim zweiten Anlauf des Schwurbis erst durch Veranstaltungsteilnehmer*innen explizit auf die Situation hingewiesen werden um tätig zu werden. Bis zum zaghaften Einschreiten hatten Antifaschist*innen die Person bereits erneut von der Versammlungsfläche verdrängt.